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Offene Kirche

Für alle, die eine Oase der Ruhe im lauten und stressigen Alltag suchen,
für Reisende und (Rad)-Wanderer, die eine Rast machen,
für Menschen, die sich für das Innere der Genezareth-Kirche interessieren
ist die Kirche von Anfang Mai bis zum Erntedankfest Ende September,
montags bis samstags von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.


Wir laden Sie herzlich in unsere Kirche ein!

Während der Öffnungszeit ist jemand für Sie da, der Ihnen die Kirche zeigen und Fragen beantworten kann, wenn Sie dies wünschen.
Sie können eine Kerze entzünden, die Stille für Meditation und Gebet nutzen oder die aktuelle Ausstellung anschauen.

Ausstellungskalender

Mai - Juni 2010
Mittwochsmalerinnen Erkner

Juli - August 2010
Bibel-Ausstellung

September 2010

Urlaubskirchen



Offene Kirche

Kirchen in Dörfern und Städten sind meist nicht zu übersehen. Oft grüßen sie schon von weitem. Wenn ich irgendwo unterwegs bin ziehen sie mich an. Geht es Ihnen auch so? Meine Enkel kennen das schon: dann klinke ich an den Türen, freue mich, wenn eine Kirche offen ist. Und dann trete ich ein. Mit den Kindern oder auch allein will ich schauen, den Raum wahrnehmen, ein paar Minuten auf einer Bank sitzen, die Gedanken schweifen lassen, ein Gebet sprechen. Stille erfüllt den Raum, erfüllt mich.
Mitten im Dorf, in der Stadt stehen sie, viele alt, ehrwürdig, wertvoll. Sie erzählen von unserer Geschichte, sind wertvolle Zeugnisse des Lebens und Schätze unserer Kultur. Durch das Engagement und die Liebe unserer Vorfahren wurden sie erhalten. In einer Zeit, in der man in unserem Land auch Kirchen sprengte, weil sie der Parteipolitik im Weg standen, gehörte Mut dazu.
Wenn wir aufmerksam sind, beginnen die Kirchen zu erzählen von dem, was Menschen Kraft gegeben hat für das tägliche Leben und Mut zum Widerstand, von Klagen und stummen Schreien in der Not, von Krieg und schweren Zeiten. Vielleicht entdecken wir Bilder und Zeichen für die Quellen, aus denen sie Kraft schöpften, Bilder  und Zeichen für Glauben, Hoffnung und Liebe.
Mitten im Dorf, mitten in der Stadt stehen Kirchen mitten im pulsierenden Leben. Und doch sind sie wie herausgelöst aus der Alltäglichkeit. Als offene Kirchen laden sie ein: Komm, tritt über die Schwelle, spüre den Raum, die Stille. Nimm dir ein paar Minuten Zeit für dich, für deine Seele, für Gott. So wird eine Kirche am Wegesrand zu einem guten und lebendigen Ort. Probieren Sie es einfach aus, unbefangen und neugierig auf die Kirche und auf die Erfahrungen, die Sie mit sich machen.
Gute Zeit und gute Wege in der Sommerzeit wünscht Ihnen
Eckhard Fichtmüller, Superintendent i.R., Fürstenwalde/Spree


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